Heribert Prantl in Emden!

„Frieden in unfriedlichen Zeiten – Wie Entfeindung gelingt und wie wir Frieden lernen“

26. März 2026, Johannes a Lasco Bibliothek, 19.00 h –Vortrag mit anschl. Publikumsgespräch

Prantl: „Was passiert, wenn es einfach immer so weitergeht, wenn also so immer wieder so getan wird, als sei Kriegstüchtigkeit die Voraussetzung für den Frieden?

Bert Brecht hat versucht, dagegen anzuschreiben. „Das große Karthago“, so schrieb er schon 1951, „führte drei Kriege. Es war noch mächtig nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten.“ Das klingt agitatorisch, ist aber die Wahrheit. Und im Ernst der Lage ist Agitation besser als Apathie. Europa ginge es im dritten Weltkrieg so wie Karthago, schlimmer noch. Die apokalyptischen Reiter sind nämlich heute atomar bewaffnet.

Erst wenn der Geist des Kriegs besiegt ist, wird es keinen Krieg mehr geben. Deshalb hat das Grundgesetz den Auftrag erteilt, „dem Frieden der Welt zu dienen“. Heribert Prantl fragt, wie es um diesen Auftrag steht. Er hält ein leidenschaftliches Plädoyer für eine Kultur des Friedens.

 

Prof. Dr. jur. Dr. theol. h.c. Heribert Prantl

ist Journalist, Publizist, Buchautor und politischer Kommentator für Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen. Honorarprofessor für Rechtswissenschaft an der Universität Bielefeld. Ehrendoktor der theologischen Fakultät der Universität Erlangen. Er studierte Rechtswissenschaft, Geschichte und Philosophie. Richter an bayerischen Amts- und Landgericht, Staatsanwalt, Justizpressesprecher. Von 1988 an Leitender Redakteur und Leitartikler bei der Süddeutschen Zeitung. 25 Jahre  Leiter des Ressorts Innenpolitik, von 2011 an Mitglied der Chefredaktion der Süd-deutschen Zeitung. Seit März 2019 ständiger Autor und Kolumnist der Süddeutschen Zeitung.

Veranstalter: Emder Friedensforum; Sponsoren: Sparkasse Aurich-Norden, Stadt Emden (OB), Ev.-reformierte Gemeinde Emden